C05 Erste Laufzeit: Intervenierende Weltentwürfe: Audiovisualität des Klimawandels
Wie wirken die Entwürfe möglicher Zukünfte auf die Revision gegenwärtiger gesellschaftlicher Zustände hin? Welche Rolle spielen dabei audiovisuelle Kompositionsmuster als Prozesse des Ent- und Verwerfens von Formen der Welterzeugung? Das TP ging in der ersten Laufzeit (2022-2026) von der These aus, dass die Intervention von Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Webvideos zum anthropogen verursachten Klimawandel darin besteht, die Vermittlung von Fakten und Haltungen mit Strategien der Affizierung, der Bildung von Teilhabe, Zukunftsszenarien und Raum-Schemata planetarischer Ökologie(n) zu verbinden. Diese Modulation von Wahrnehmungsszenarien fand – so die Vermutung – über Transfers zwischen verschiedenen Formaten audiovisueller Bildproduktion, zwischen Wissenschaft, Journalismus, Unterhaltung und Aktivismus statt. Diese wechselseitigen Aneignungsprozesse wurden im Bereich aktivistischer Kinodokumentationen und Genres des Unterhaltungskinos (UP 1), im Kontext des polarisierenden Widerstreits in den sozialen Medien (UP 2) sowie in den Verschiebungen der poetischen Logiken von Naturdokumentationen (UP 3) rekonstruiert. Dabei wurde eine digital gestützte, auf systematisierten Annotationen und deren Visualisierungen beruhende Methode der Analyse expressiver Bewegungsmuster angewandt.
Wissenschaftliche Mitarbeit
Lars Dolkemeyer (UP 2 erste Laufzeit, 2024-2026)
Yvonne Pfeilschifter (UP 3 erste Laufzeit, 2022-2026)
Leona Schleicher (UP 2 erste Laufzeit, 2022-2024)
Studentische Mitarbeit
Pablo Trujillo Tobaria (2022-2025)