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C05 Intervenierende Weltentwürfe: Indigene Audiovisualität der ökologischen Krise

Wie werden Indigene Konzepte von kinship, Multiperspektivität und Territorialität in filmische Weltentwürfe überführt, die andere Zugänge zu den ökologischen Krisen eröffnen? Wie verknüpfen Indigene Praktiken des Filmemachens aus Turtle Island / Abya Yala die Kämpfe gegen Raubbau und Verschmutzung mit einer ontologischen Wende sowie mit anderen Produktionsbedingungen audiovisueller Kultur? Es soll untersucht werden, wie in experimenteller Film- und Videokunst Verknüpfungen von Sprache, Kultur und Landschaft inszeniert werden, welche die Folgen von extraktivistischen und imperialistischen Weltbildern zeigen und alternative Episteme artikulieren (UP 1). Dazu soll anhand von aktivistischen Videokollektiven beschrieben werden, wie die Dokumentation von Landraub, Widerstand und Indigenen Alltagspraktiken als Mittel politischer, dekolonisierender Arbeit wirkt (UP 2). Außerdem wollen wir Zugänge finden zu der Art und Weise, in der Indigene Kosmologien und Wissensformen in ‚schamanistischen‘ Weltentwürfen filmischer Bilder realisiert werden (UP 3). Diese künstlerischen Interventionen gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen zielen auf mehr als auf ein Wissen um die Folgen des westlichen Lebensstils. Denn die Ursachen für die globalen ökologischen Krisen liegen nicht allein in den technologischen Prozessen der Industriegesellschaften, sondern in den Wissenssystemen und Hierarchien, die ihnen zugrunde liegen.

Teilprojektleitung

Jun.-Prof. Dr. Matthias Grotkopp (UP 1)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Paula Leitenberger (UP 2)

Elisabeth Mohr (UP 3)

Studentische Mitarbeit

Pablo Jonathan Salinas