B03 Erste Laufzeit: Wirksamkeitserwartungen künstlerischer Interventionen: Eine Untersuchung von Selbstverständnissen, Praktiken und Rezeptionen
Das Projekt untersuchte die mit künstlerischen Praktiken verbundenen Erwartungen an das gesellschaftliche Transformationspotential von Kunst. Die Forschenden im TP interessierte, wie solche künstlerischen Interventionen in unterschiedlichen Publika und Öffentlichkeiten wahrgenommen werden. Sie sahen diese Praktiken typischerweise angesiedelt zwischen dem politischen Ausdruck der Künste (z. B. Theater und Aktionskunst) und künstlerischen Ausdrucksformen der Politik (z. B. Aktivismus und Protest). Die Annahme lautete, dass in diesen gesellschaftlichen Feldern je unterschiedliche Logiken der Hervorbringung (der 'Poetiken') von Kunst wirksam werden und miteinander verwoben sind. Eine weitere Vermutung war, dass Erwartungen an die Wirksamkeit von Kunst zentral sind für das künstlerische Selbstverständnis. Die Forschung konzentrierte sich auf drei Schwerpunkte. Erstens wurde ethnografisch die Hervorbringung ausgewählter, ereignishafter Interventionen verschiedener Kunstformen analysiert. Zweitens wurde die Rezeption und Deutung dieser Interventionen in unterschiedlichen Publika untersucht. Schließlich wurde ein empirisch informierter, theoretischer Beitrag zu einem feldtheoretischen Verständnis von künstlerischer Intervention geleistet.
Wissenschaftliche Mitarbeit
Laura Rogalski (UP 1 erste Laufzeit, 2022-2026)
Studentische Mitarbeit
Klara Beetz (2025-2026)
No Klingsporn (2022-2023)
Lina Sauer (2025-2026)
Sascha Wiewiorra (2023-2025)