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B03 Wirksamkeitserwartungen künstlerischer Interventionen: Eine Untersuchung von Selbstverständnissen, Praktiken und Rezeptionen

Das Projekt untersucht die mit künstlerischen Praktiken verbundenen Erwartungen an das gesellschaftliche Transformationspotential von Kunst. Zudem interessiert uns, wie solche künstlerischen Interventionen in unterschiedlichen Publika und Öffentlichkeiten wahrgenommen werden. Wir sehen diese Praktiken typischerweise angesiedelt zwischen dem politischen Ausdruck der Künste (z. B. Theater und Aktionskunst) und künstlerischen Ausdrucksformen der Politik (z. B. Aktivismus und Protest). Unsere Vermutung ist, dass in diesen gesellschaftlichen Feldern je unterschiedliche Logiken der Hervorbringung (der 'Poetiken') von Kunst wirksam werden und miteinander verwoben sind. Eine weitere Vermutung ist, dass Erwartungen an die Wirksamkeit von Kunst zentral sind für das künstlerische Selbstverständnis. Unsere Forschung konzentriert sich auf drei Schwerpunkte. Erstens analysieren wir ethnografisch die Hervorbringung ausgewählter, ereignishafter Interventionen verschiedener Kunstformen. Zweitens untersuchen wir die Rezeption und Deutung dieser Interventionen in unterschiedlichen Publika. Schließlich möchten wir einen empirisch informierten, theoretischen Beitrag zu einem feldtheoretischen Verständnis von künstlerischer Intervention leisten.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Christian von Scheve (UP 3)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Laura Rogalski (UP 1)

Dr. Simon Teune (UP 2)

Studentische Mitarbeit

Sascha Wiewiorra

No Klingsporn (bis 31.01.2023)