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A05 Gegenöffentlichkeiten? Zur gesellschaftspolitischen Verortung intervenierender Künste im postideologischen Zeitalter (1970–2010)

Das Teilprojekt fragt, vor allem an Beispielen der deutsch-deutschen Geschichte seit 1945, nach politisch-sozialen Konstellationen und diskursiven Mustern von Intervention in den bildenden Künsten und deren Veränderung im historischen Kontext. Welche Resonanz erwartet eine Gesellschaft von den Künsten und welche Resonanz wollen die Künste bzw. die Künstler*innen erzeugen? Wie und aus welchen Motiven heraus agieren Künstler*innen, die solche Resonanzerzeugung verweigern, und wie werden sie rezipiert? In welchen Öffentlichkeiten findet diese Resonanzerzeugung statt? In drei Unterprojekten werden diese Fragen nach Interventionscharakter und Öffentlichkeitspotential von künstlerischer Arbeit akteurszentriert operationalisiert:

UP 1 untersucht exemplarisch Modi, Wirksamkeit und Selbstverständnisse künstlerischer Intervention in Politik seit den 1970er Jahren, in der Bundesrepublik und anderen westlichen Gesellschaften. UP 2 widmet sich in deutsch-deutscher Perspektive der Teilhabe und Ausgrenzung auf dem Kunst- bzw. Auftragsmarkt. UP 3 untersucht Künstler*innen, die ihre Arbeit als unpolitisch sahen und keinen Anspruch auf gesellschaftliche Veränderung hegten, sowie solche, die sich als konservativ verstanden bzw. so rezipiert wurden.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Paul Nolte (UP 1)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Norma Ladewig (UP 2)

Theresa Angenlahr (UP 3)

Studentische Mitarbeit

Benedikt Kendler