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A04 Erste Laufzeit: Polyphonie als experimentelle Sozialität

Prozesse des Teilens und Trennens, Machtspiele, Aushandlungen und Verweigerungen werden in Musik nicht lediglich abgebildet, sondern finden in Mehrstimmigkeit tatsächlich statt. Das macht Polyphonie zu einem wichtigen Faktor der Intervention von Kunst in den sozialen Raum. Das musikwissenschaftliche Teilprojekt hat in der ersten Laufzeit (2022-2026) polyphone Interventionen im Feld zeitgenössischer Musik untersucht. Im Rahmen der durchgeführten Arbeiten konnte nachgewiesen werden, dass Polyphonie weder unpolitisches Handwerk noch Resultat gegebener Strukturen ist: Mit ihren jeweiligen Regelsystemen ist sie vielmehr ein Netzwerk sozialer Dynamiken, aus denen strukturelle Teilhabe am Klang erwächst. Sensibilisiert durch dekoloniale Kritik haben die Arbeiten zudem gezeigt, wie Polyphonie politisch und sozial situiert in Klang und Öffentlichkeiten interveniert.

Wissenschaftliche Mitarbeit

Dr. Tom Rojo Poller (UP 2 erste Laufzeit, 2022-2023)

Studentische Mitarbeit

Mattia Aisemberg (2022-2026)