B01 Erste Laufzeit: Improvisation als Paradigma künstlerischer Interventionen
Wie lässt sich verstehen, dass künstlerische Interventionen menschliche Praktiken im Rahmen historisch- kultureller Kontexte in Bewegung setzen? Wie unterbrechen künstlerische Praktiken andere Praktiken und wirken zugleich auf sie zurück? Inwiefern sind künstlerische Interventionen mit einem Zusammenspiel von sowohl Diskontinuität als auch Kontinuität mit Blick auf alltägliche Praktiken verbunden? Diese grundlegenden Fragen hat das Teilprojekt in der ersten Laufzeit (2022-2026) aus kunstphilosophischer Perspektive mit Blick auf Improvisation als Paradigma künstlerischer Praxis untersucht. Es gliederte sich in zwei Unterprojekte: UP 1 widmete sich der Realisierung von Interventionen in und durch Improvisationen in unterschiedlichen alltäglich-künstlerischen Kontexten (Stegreif, Gebrauchsmusik, Jazz). UP 2 entwickelte einen Begriff interventionsgeprägten Handelns und hat so den Zusammenhang erhellt, der zwischen Interventionen und Reaktionen auf diese besteht. Ein Handlungsbegriff, der künstlerische Interventionen und das durch sie geprägte Handeln ernst nimmt, muss von der Frage der Zuschreibung und von der Struktur zeitlicher Abgeschlossenheit gelöst werden, sodass Handeln als ein Tun im Offenen verständlich wird.
Wissenschaftliche Mitarbeit
Dr. Eva Backhaus (UP 2 erste Laufzeit, 2022-2026)
Studentische Mitarbeit
Erik Bos (2025-2026)
Emelie Kucharzik (2022-2025)
Miquel Vock (2025-2026)