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B01 Improvisation als Paradigma künstlerischer Interventionen

Wie lässt sich verstehen, dass künstlerische Interventionen menschliche Praktiken im Rahmen historisch- kultureller Kontexte in Bewegung setzen? Wie unterbrechen künstlerische Praktiken andere Praktiken und wirken zugleich auf sie zurück? Inwiefern sind künstlerische Interventionen mit einem Zusammenspiel von sowohl Diskontinuität als auch Kontinuität mit Blick auf alltägliche Praktiken verbunden? Das Teilprojekt will diese grundlegenden Fragen aus kunstphilosophischer Perspektive mit Blick auf Improvisation als Paradigma künstlerischer Praxis untersuchen. Es gliedert sich in zwei Unterprojekte: UP 1 widmet sich der Realisierung von Interventionen in und durch Improvisationen in unterschiedlichen alltäglich-künstlerischen Kontexten (Stegreif, Gebrauchsmusik, Jazz). UP 2 entwickelt einen Begriff interventionsgeprägten Handelns und will so den Zusammenhang erhellen, der zwischen Interventionen und Reaktionen auf diese besteht. Ein Handlungsbegriff, der künstlerische Interventionen und das durch sie geprägte Handeln ernst nimmt, muss von der Frage der Zuschreibung und von der Struktur zeitlicher Abgeschlossenheit gelöst werden, so dass Handeln als ein Tun im Offenen verständlich wird.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Georg Bertram (UP 1)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Eva Backhaus (UP 2)

Lilja Walliser

Studentische Mitarbeit

Emelie Kucharzik