B01 Improvisation als Paradigma künstlerischer Interventionen
In der zweiten Förderzeit (2026-2029) knüpft das Teilprojekt B01 an die improvisationstheoretische Perspektive der ersten Förderzeit an und untersucht die Verschränkung künstlerischer Interventionen mit alltäglicher Praxis. Stand zuvor vor allem das Erforschen der Fähigkeiten im Zentrum, die künstlerisch Improvisierende benötigen, um mit Unerwartetem umzugehen, richtet sich der Blick nun auf die Veränderungs- und Anpassungsdynamik dieser improvisatorischen Fähigkeiten in menschlichen Praktiken insgesamt. Ziel ist es, die ästhetischen Aspekte der Plastizität des Alltags in ihrer individuellen wie gesellschaftlich-infrastrukturellen Verfasstheit zu bestimmen und damit auch zu einer Revision der These von der Kulturindustrie beizutragen. UP 1 rekonstruiert den Umgang mit alltäglichen (Mikro-)Krisen als ein durch ästhetische Interventionen geschultes „Können des Nichtkönnens“ und fragt nach dessen Funktion für die Bewältigung alltäglicher Herausforderungen. UP 2 untersucht die Plastizität menschlicher Fähigkeiten als Grundlage künstlerischer Interventionspraktiken und nimmt dabei Fähigkeiten zweiter Ordnung, also Fähigkeiten zur Transformation anderer Fähigkeiten, sowie die Rolle transformativer Erfahrungen in den Blick.
Teilprojektleitung
Prof. Dr. Georg Bertram (UP 1)
Wissenschaftliche Mitarbeit
Lilja Walliser (UP 2)