A06 Erste Laufzeit: Künstlerische Lebenspraxis als Intervention
Unter dem Begriff der „weichen Avantgarden“ untersuchte das Teilprojekt in der ersten Laufzeit (2022-2026) künstlerische Praktiken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die nicht durch heroischen Bruch, sondern durch behutsame Neuaufteilungen wirken. In diesen Praktiken manifestieren sich neue Lebensformen, Arbeits- und Beziehungsweisen, in denen sich künstlerische, politische und epistemologische Programmatiken wechselseitig bedingen. In UP 1 wurde Roger Frys reformerische Umgestaltung viktorianischer Lebens-, Wohn- und Beziehungsformen im Umfeld der Bloomsbury Group untersucht. UP 2 analysierte die Laientheaterpraxis und nomadische Lebensweise der lettischen Regisseurin Asja Lācis als Entwurf alternativer Gemeinschaftsformen über sozialistisch-kommunistische Parteiideologie hinaus. UP 3 untersuchte die Arbeits- und Lebensweise von Emma Kunz, die in einer Schweizer Dorfgemeinde alternative Heilmethoden mit künstlerischen Abstraktionsverfahren verband.
Wissenschaftliche Mitarbeit
Anna Kipke (UP 3 erste Laufzeit, 2022-2026)
Thorsten Schneider (UP 2 erste Laufzeit, 2025-2026)
Studentische Mitarbeit
Madeleine Häusler (2025-2026)
Adriana Raczykowski (2022-2023)
Chiara Welter (2023-2025)