Springe direkt zu Inhalt

B02 Intervenierende Choreographien: Formate und Praktiken der Dekolonisierung und der Ökologie

Gefragt wird nach dem Interventionspotential von choreographischen Formaten und Praktiken, die sich ökologisch, das heißt als ein interdependentes Netz von menschlichen und mehr-als-menschlichen Aktionen und Situationen verstehen, und zugleich im Sinn eines Umdenkens der hierarchischen Epistemologien des globalen Nordens dekolonisierend operieren. Vier Unterprojekte (UP) befassen sich mit der Differenzierung der Area-Begriffe „Bewegen und Unterbrechen“ im Hinblick auf bewegungstechnische, soziale und epistemische Strukturen. Unser Ziel ist es, unter Anwendung einer das Wissen von Choreograph*innen miteinbeziehenden praxeologischen Methode eine bislang noch nicht existierende Theorie choreographischen Intervenierens zu entwickeln. Intervention wird zum einen als körperpolitische Aktivität, zum anderen als eine auf körperliche Praktiken und Techniken beruhende je singuläre Ästhetik künstlerischer Produktionen untersucht. Der Fokus liegt dabei in UP 1 und UP 2 auf Infrastrukturen choreographischer Praktiken, in denen es um Prozesse des Produzierens geht, die durch ihre Dekonstruktion bestehender (Macht-)Gefüge von vielfältigen dekolonialen und ökologischen Beziehungsweisen geprägt sind. UP 3 und UP 4 widmen sich Rekonzeptualisierungen von Zeitlichkeit und Räumlichkeit zwischen Tanz und Performancekunst, die dekoloniale und ökologische Agenden choreographisch umsetzen.

Teilprojektleitung

Jun.-Prof. Dr. Kirsten Maar (UP 1)

Prof. Dr. Lucia Ruprecht (UP 4)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Francesca Karmrodt (UP 2)

Studentische Mitarbeit

Friederike Hartge