A09 Intervention verkörpern: Literature, Citizenship, and the Market of Belonging
Das im Forschungsbereich Globale Literatur angesiedelte Teilprojekt untersucht Prozesse des Teilhabens und Trennens an der Schnittstelle von Literatur und Verkörperung. Im Fokus stehen kulturelle, ökonomische und rechtliche Ordnungen, die global zirkulieren und Literaturen prägen. Dazu zählen Normen von Körperlichkeit, Sexualität und Geschlecht, migrationspolitische Regimes, Staatsbürgerschaftskonzepte sowie transnationale Publikationsmärkte. Diese Ordnungen wirken über konkrete Körperfigurationen und Zuschreibungen legitimer oder illegitimer Körperlichkeit und bestimmen Teilhabe und Ausschluss. Das Projekt analysiert literarische und künstlerische Positionen queerer, trans*, postkolonialer, indigener und staatenloser Autor*innen, die diese Ordnungen herausfordern und alternative Modelle von Körperlichkeit und Relationalität entwickeln. UP 1 untersucht den australischen Kontext anhand des Werks von Behrouz Boochani sowie queerer indigener Literatinnen. UP 2 widmet sich dem transozeanischen Werk von Kama La Mackerel und weiteren Texten aus dem Indischen Ozean und der Karibik. Literarische und künstlerische Arbeiten werden dabei als eigenständige theoriebildende Quellen gelesen, die bestehende Körper- und Zugehörigkeitsordnungen irritieren und neue Formen von Teilhabe und Widerstand entwerfen.
Teilprojektleitung
Prof. Dr. Caroline Kögler (UP 1)