Der SFB 1512 geht in die zweite Runde
News vom 18.05.2026
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Sonderforschungsbereich „Intervenierende Künste“ für eine zweite Laufzeit. Diese startet am 01. Juli 2026. Der SFB wurde 2022 eingerichtet und erforscht das Potenzial der Künste zur Intervention in gesellschaftliche, politische und kulturelle Prozesse. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Teilprojekten wird untersucht, wie künstlerische Praktiken aktiv in verschiedene soziale und kulturelle Felder eingreifen und diese transformieren können. Die Öffentlichkeiten der Künste verändern sich derzeit rasant, Fragen des Intervenierens, aber auch der Resilienz von Kunstpraktiken und Institutionen haben weiter an Bedeutung und Dringlichkeit gewonnen.
„In der zweiten Laufzeit möchten wir uns insbesondere mit den Infrastrukturen der Künste befassen“, erläutert die Sprecherin des SFB, die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Karin Gludovatz. „Infrastrukturen entscheiden wesentlich mit darüber, welche Interventionen möglich und wirksam werden können.“
„Fortführen möchten wir besonders das Forschen im Dialog mit Künstler*innen, wie wir es in den Laborformaten bereits in der ersten Laufzeit erfolgreich erprobt haben“, ergänzt der Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Matthias Warstat, stellvertretender Sprecher des SFB. „In der neuen Laufzeit wollen wir diese Formate noch spezifischer an die jeweiligen Themen und Arbeitsweisen anpassen und den Kontakt zu vielfältigen neuen institutionellen Partner*innen und Publika suchen.“
Besonders freut sich der SFB über die neuen Teilprojekte aus der Anglistik, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Geschichte Lateinamerikas, die wichtige neue thematische Impulse einbringen und nicht zuletzt auch die globale Perspektive des SFB verstärken. Gemeinsam mit den weiterlaufenden Projekten ergänzen sie die disziplinäre Vielfalt der Forschenden, die in den kommenden 3,5 Jahre zu Fragen der intervenierenden Künste arbeiten.
Der SFB ist an der Freien Universität Berlin angesiedelt, beteiligt sind außerdem die Universität der Künste Berlin, die Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), die Leuphana Universität Lüneburg sowie die Staatlichen Museen Berlin mit dem Museum für Asiatische Kunst/Ethnologisches Museum.