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C07 Architektonische Interventionen: Zukunftsentwürfe der 1960er bis 1990er Jahre

Angesichts der gegenwärtigen sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Krisen gewinnt die künstlerische Auseinandersetzung mit Zukunftsentwürfen zunehmend an Bedeutung. Das Teilprojekt fragt, wie Zukunftsentwürfe aus Architektur und Literatur in bestehende Diskurse, Narrative und Praktiken intervenieren.
Nahm die erste Projektphase die technischen und medialen Dimensionen architektonischer Interventionen der 1960er bis 1990er Jahre in den Blick, so gilt das Interesse der zweiten Laufzeit jenen Zukunftsimaginationen, die in denselben Jahrzehnten als Reaktion auf ökonomische, ökologische und soziale Missstände entstanden sind. Wir verstehen sie als Versuche, nicht nur alternative Raumkonzepte und Narrative, sondern auch konkrete neue Handlungsmöglichkeiten und Gesellschaftsformen zu entwickeln.
UP 1 widmet sich literarischen Modellen alternativer Raum-, Architektur- und Gesellschaftsformen jenseits von Kolonialismus, Patriarchat und Kapitalismus, wie sie in Texten von Ursula K. Le Guin, Octavia Butler, oder Françoise d’Eaubonne entworfen werden. UP 2 rekonstruiert, ausgehend von Entwicklungen in London, Themen und Netzwerke ‚alternativen‘, ökologischen und experimentellen Bauens und fragt, was diese Ansätze für gegenwärtige Debatten bedeuten können. UP 3 kontextualisiert diese Arbeiten in ihrer damaligen wie gegenwärtigen Rezeption und arbeitet ihr Potenzial als Mittel der Intervention in aktuelle Diskurse und Architekturpraktiken heraus.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Susanne Hauser (UP 3)

Prof. Dr. Julia Weber (UP 3)

Studentische Mitarbeit

Simon Fischer

Giulia Weis