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C03 Lyrische Intervention für Menschenrechte in der Ukraine

Das Teilprojekt untersucht lyrisches Schreiben in der Sowjetukraine und in der Ukraine über lose oder organisierte Verbünde von dissidentischen Schriftsteller*innen (Helsinki-Gruppe) und wichtige Einzelpersönlichkeiten, die sich mit ihrem Schreiben für Menschenrechte, Völkerrecht, Demokratisierung und die Ahndung von Kriegsverbrechen einsetzen damals und heute. Im UP 1 soll der Zusammenhang von Poetik, Biographie und Menschenrechten in der sowjetukrainischen Lyrik untersucht werden. Im Zentrum stehen die poetischen und biographischen Interventionspraktiken des ukrainischen Dichters Vasyl Stus (1939-1985) im Kontext der Generation der „šistdesjatnyky“ (Sechziger) und der Menschenrechtsbewegung der ukrainischen Helsinki-Gruppe. UP 2 untersucht den Zusammenhang von ästhetischer Textproduktion, politischem Aktivismus und Infrastrukturbildung in der zeitgenössischen ukrainischen Literatur (2014-2024). Im Zentrum stehen die lyrischen, prosaischen und essayistischen Interventionspraktiken am Beispiel von Serhij Žadan und Viktorija Amelina unter den Bedingungen des militärischen Ausnahmezustands und der Transformation posttotalitärer kultureller Netzwerke.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Annette Werberger (UP 1)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Davina Lang (UP 2)