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B06 Architektonische Interventionen im Spannungsfeld von digitaler Technik, Prozessualität und Improvisation

Das kulturwissenschaftliche Projekt entwickelt und erforscht die These, dass Architektur und Architekturdiskurs seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts neue Strategien der dynamischen Intervention in gesellschaftliche Situationen und Lebensbereiche entfalten. Es konzentriert sich auf drei paradigmatische Zusammenhänge, die auf jeweils eigene Weise auf regelhafte Prozesse, digitale Technik sowie kreative Produktion bezogen sind: die Beziehung von Digitalität und Sozialität, die Rolle der Diagrammatik im Entwurf und das Spiel der Improvisation. Das erste Unterprojekt widmet sich architektonischen Ansätzen aus den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die in Referenz auf kybernetische, informations- und systemtheoretische Konzepte den Zusammenhang von menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren in Planungsprozessen erforschen. Das zweite Unterprojekt fokussiert wegweisende Debatten um Diagrammatik und Modelltheorien in der Architektur, die in den achtziger und neunziger Jahren neue Möglichkeiten, Ziele und Ansprüche architektonischer Interventionen erkunden. Das dritte Unterprojekt konzentriert sich auf Verfahren und Konzepte, die künstlerische Improvisation in planerische Prozesse zu integrieren suchen und dabei unter anderem auf ungerichtete, intransitive Verfahren eines kreativen ,Entstehenlassens‘ setzen.

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Susanne Hauser (UP 2)

Dr. Julia Weber (UP 2)