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B05 Akustische Störungen II. Infrastructures of Listening to Environments: Attunement, Extraction, Temporality

Das theaterwissenschaftliche Teilprojekt untersucht klangliche Auseinandersetzungen mit umfassenden ökologischen Verflechtungen. Es erforscht künstlerische Arbeiten, die mittels Stimmen, Klängen, Tönen und Geräuschen intervenierend auf Formen der Extraktion und Ausbeutung von Umwelt reagieren und Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit und des Klimawandels ebenso thematisieren wie Inter-Species-Relationen und mehr-als-menschliche Verbindungen. Dabei analysiert es das intervenierende Potential eines anderen Hörens, das von Formen eines wechselseitigen attunements ausgeht (UP 1: Attunement und/als Intervention). Das Forschungsprojekt problematisiert die extraktive Dimension des Hörens und untersucht die infrastrukturellen Voraussetzungen künstlerischer Arbeiten, die sich akustisch mit Formen materieller Ausbeutung auseinandersetzen (UP 2: Infrastrukturen von akustischem Extraktivismus). Und es schärft die Auseinandersetzung um die spezifische Temporalität von Interventionen, insofern es akustisch-ökologische Langzeitprojekte erforscht, die über mehrere Jahre, bisweilen auch Jahrzehnte angelegt sind und damit konträr zu Interventionskonzepten stehen, die den momentanen Bruch bzw. die zeitliche Disruption akzentuieren (UP 3: Zeitlichkeiten akustischer Interventionen in künstlerischen Langzeitprojekten).

Teilprojektleitung

Prof. Dr. Doris Kolesch (UP 1)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Emma Lo (UP 2)

Aurelia Kraus (UP 3)

Studentische Mitarbeit

Arthur Hermann