Neue SFB-Publikationen
News from Mar 02, 2026
Two new publications from the CRC have been released by Diaphanes. They are already available online:
Jürgen Brokoff, Karin Gludovatz und Matthias Warstat (Hg.) (2026): Intervenierende Künste. Begriffe – Verfahren – Prozesse. Zürich.
Eva Backhaus, Grit Dommes, Susanne Hauser u.a. (Hg.) (2026): Dynamics of the Intransitive. Undirected Interventions. Zürich.
Intervenierende Künste. Begriffe – Verfahren – Prozesse
Konzepte und Praktiken des Intervenierens rücken ins Zentrum der Künste und Wissenschaften und bestimmen zunehmend das Spannungsfeld von Ästhetik und Politik. Der Interventionsbegriff kann das Ineinander von künstlerischem und aktivistischem Handeln fassbar machen, das jenseits etablierter Kunstformen und -gattungen heterogene Handlungskomplexe, Ereignisse und Praktiken hervorbringt. Die Relevanz des Interventionsbegriffs ist dabei vor allem mit einem Wirkungsversprechen verbunden: dass das Intervenieren als künstlerische Praxis in lebensweltliche Zusammenhänge bestehender Systeme eingreift und damit gesellschaftliche Veränderungen initiiert. Jedoch erscheint es keineswegs eindeutig, inwiefern und auf welche Weise Künste tatsächlich intervenieren. Vollziehen sich die bewirkten Veränderungen nicht häufig jenseits programmatischer Geltungsansprüche und Proklamationen, finden sie gleichsam in untergründigen Transformationsprozessen statt? Das Intervenieren als Denkfigur der Geistes- und Sozialwissenschaften kann deutlich über ein aktivistisches Kunstverständnis hinausgehen, wenn das ›Dazwischentreten‹ so verstanden wird, dass künstlerische und gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich ineinander verwoben sind. Mit dieser Verwobenheit steht der Kunstbegriff selbst zur Disposition.
Der Band erkundet das begriffliche Feld künstlerischen Intervenierens, die damit verbundenen künstlerischen Praktiken und die diesen zugrunde liegenden längerfristigen sozialen Entwicklungsprozesse.
Dynamics of the Intransitive. Undirected Interventions
Artistic interventions are generally understood as procedures and practices that pursue an explicitly political or critical agenda. However, the arts can also influence social structures in non-obvious ways: questioning or reconfiguring them, interrupting routines or disrupting processes. This type of artistic intervention is characterized by a specific non-directionality that can be understood as intransitivity.
This volume presents artistic procedures and practices that illustrate intransitive dynamics, examines their potentials and limits and puts the concept of the intransitive itself up for debate.
With contributions by Christoph Balzar, Eva Backhaus, Ilaria Biotti, Gabriele Brandstetter, Jürgen Brokoff, Eva-Maria Ciesla, Grit Dommes, Fabian von Ferrari, Susanne Hauser, Marla Heid, Ariane Jeßulat, Doris Kolesch, Brandon LaBelle, Alice Lagaay, Tim Lörke, Henning Podulski, Laura Rogalski, Andrea Schütte, Sophie Schultze-Allen, Judith Siegmund, Sue Spaid, Lara Stöhlmacher, and Mimmi Woisnitza.